Mittwoch, 7. August 2013

Zwischendurch

Einige Wochen sind nun vergangen und ich kann euch nur immer wieder sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung war den Sommer in Berlin zu verbringen. Ich genieße die Stadt noch jeden Tag und sie macht mich glücklich. Meine Tage fangen früh an und enden früh. Die Wärme macht mich müde. Ich esse täglich beim Vietnamesen meine Sommerrollen und ein Curry und schlendere mit meinem Helden durch die Stadt. Ich treffe mich mit Freunden, lese Bücher von meiner langen Leseliste und träume bei Philipp Poisel vor mich hin.

Vor ein paar Tagen waren wir im Preußenpark in Berlin und gleichzeitig auf einen thailändischen Essensmarkt. Die Küche ist ganz genau wie in Thailand und nicht wie in den thailändischen Restaurants bei uns. Du kaufst dir das Essen bei den Damen, die das Essen dort zubereiten und packst dich auf den Rasen. Und das mitten in Berlin. Ich habe sie direkt auf Englisch angesprochen weil ich mich total nach Thailand versetzt gefühlt habe. Udo hat sich schlapp gelacht.

Zuletzt war ich mit Chris in Ungarn bei unserer Familie. Budapest hat noch richtig viele alten Häuser, eine tolle Innenstadt und ein unglaubliches Panorama. Irgendwie haben Städte an großen Flüssen immer etwas besonderes, findet ihr nicht? Wir fanden Budapest richtig schön und werden sicherlich wiederkommen. Nach Budapest ging es weiter zu unserer Familie in die Nähe vom Balaton. Meine Tante wohnt in einem wunderschönen Haus mit großem Garten. Alles ist sehr mediterran gestaltet und lädt zum verweilen ein. Wir haben einige schöne Tage mit der Familie verbracht und die Zeit sehr genossen. Wir waren im Balaton baden und haben zum ersten Mal an einer Weinprobe teilgenommen.
Wir liefen durch die Weinberge zu einer Taverne mit einem unglaublichen Blick über die Weinberge bis zum Balaton. Schon allein der Blick wäre es Wert gewesen zu der Winzerin zu gehen. Wir haben gut gegessen, noch besser getrunken und am allermeisten viel gelacht. Eine schöne Zeit. Nach Ungarn hatte ich Besuch von meiner Cousine und nach dem Besuch habe ich besucht. Es ist schön Zeit zu finden um Zeit mit lieben Freunden und Familie zu verbringen.
 
Die nächsten weiteren Reisen sind nun auch gebucht. Am 21. September geht es nach Kapstadt für vier Wochen. Ich werde dort einen Englischkurs machen der mich auf die Reisen, die ich dann allein machen werde, vorbereiten soll. Ohne den Held bin ich doch ganz schön aufgeschmissen was die Verständigung angeht. Dann werde ich noch ein wenig in Afrika reisen. Auf jeden Fall zu den Victoria Falls und in den Krüger Nationalpark. Aber das plane ich dann von dort aus. Anfang November bin ich dann wieder für eine kurze Zeit hier. Wo genau hier ist, weiß ich allerdings noch nicht. Im Dezember geht es dann nach Hanoi, Singapur und Saigon. Aufregend. Ich habe über ein Reiseportal ein richtig günstigen Flug für diese Strecke gefunden und einfach auf buchen gedrückt. Es ist ja möglich.

Was die Auszeit mit mir nach drei Monaten macht ... Sie macht mich gelassen, sie lässt mich genießen und macht mich langsam. Wenn alles etwas länger dauert, dann habe ich die Zeit. Beispielsweise an der Kasse im Supermarkt, wenn der Bus Verspätung hat oder der Kellner uns nach 10 Minuten immer noch nicht gesehen hat. Ich habe Zeit. Wenn mein Besuch mich heute fragt was machen wir morgen, dann sage ich das entscheiden wir morgen. Früher konnte ich jedem sagen was ich in drei Monaten an jedem Tag der Woche mache. Ich weiß nicht welcher Wochentag ist und ich trage keine Uhr. Ich vermisse es nicht zu arbeiten, ich weiß was mit mir anzufangen und finde Gefallen daran das Leben zu leben. Und das haben mir so einige Leute nicht zugetraut!!! Ich lebe ohne Fernsehen, ich lebe ohne meine gewohnte Umgebung und persönlichen Sachen und mit wenig Kleidung. Und es geht. Ich werde mich definitiv von mindestens der Hälfte an Kleidung trennen wenn ich wieder Zugriff zu meinen Wäschesäcken habe. Wenn ich mit Leuten spreche über meinen jetzigen Lebensabschnitt dann sagen sie oft, dass sie das nicht könnten. Nicht zu wissen wo sie die nächsten Monate sein werden oder leben ohne ihren persönlichen Sachen in vertrauter Umgebung. Ich finde es großartig. Für mich ist bisher mein Held mein Zuhause. Wo er ist, da bin ich Zuhause. Da brauche ich nicht ein eigenes Bett, meinen Zahnputzbecher oder meine Kaffeetasse. Ich bin ganz gespannt wie es ist allein unterwegs zu sein. Na ja ich werde auf jeden Fall berichten.
 
Bis ganz bald.

PS. Kauft euch die CD „Bis nach Toulouse“ von Philipp Poisel und lest das Buch „Das große Los“ von Meike Winnemuth.
Liebe Polizistenkati, vielen lieben Dank für das Buch. Ich habe es so genossen das Buch zu lesen und habe mir das Buch für schöne Augenblicke aufgespart um dann weiterzulesen. Und dein geschenktes Lesezeichen erinnerte mich dann immer wieder an Hamburg, das hat mir sehr gefallen. Ich werde das Buch noch ein zweites Mal lesen. Vielleicht ist mir ja was entgangen.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Berlin macht glücklich

Zehn Tage Berlin liegen nun hinter mir und ich frage mich, wie konnte ich jemals diese Stadt verlassen. Ich verbringe die Tage damit die Stadt wieder neu kennenzulernen. Vieles ist sehr vertraut, anderes neu. Alles ist bunt und lebendig. Es ist vielfältig, international und kontrastreich. Berlin ist arm aber sexy. Schickimicki ist nicht gewünscht. Kleide dich wie du magst, sei wie du sein willst.

Ich weiß nicht ob ihr das Gefühl kennt, wenn man umzieht und dann wieder an den alten Wohnort für Besuche zurückkehrt, dann fühlt es sich am Anfang noch an als wenn man nach Hause kommt. Erst nach einiger Zeit, wenn man sich in der neuen Stadt eingelebt hat, verliert sich das. Ich fühle mich gerade als wenn ich nach Hause komme.

Nicht nur die Stadt empfängt mich mit ganz weit ausgebreiteten Armen ... ich komme auch zu richtig guten Freunden zurück. Ich verbringe gerade viel Zeit mit ihnen und es ist so, als wenn ich gar nicht weg gewesen wäre. Vertraut, liebevoll und es ist lustig, vor allem wenn es um die alten Geschichten geht ... die dann auch schon mal 20 Jahre her sind.

Es geht mir soooo gut hier, ich strahle Berlin an und Berlin strahlt zurück.


Aber wie geht es weiter. Natürlich bleibe ich nicht hier, sondern gehe die nächsten Monate weiter auf Reisen. Nächste Woche geht's erst mal zu einer Familienfeier nach Ungarn. Sicher ... nicht so aufregend wie HongKong oder andere Länder aber dafür darf ich Zeit mit ganz wunderbaren Menschen verbringen. Den August verbringe ich auch noch in Berlin, habe auch schon viele tolle Dinge vor. Es stehen Familienbesuche an, ein Festival und noch viele Dates mit Freunden. Aber dann geht's weiter. Afrika wartet im September und Oktober auf mich. Gestern habe ich so günstige Flüge gefunden für die Route Frankfurt - Hanoi - Singapur - Saigon - Frankfurt. Ich habe sofort gebucht und somit bin ich im Dezember im wunderschönen Vietnam und in Singapur. Ich werde weiter berichten.

Bis dahin, ick bin da mal wieder unterwegs.

Udo versucht mich nachzumachen ... echt zum schreien.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Mein Aquarium

Hier wie zugesagt meine Bilder und wer mag kann sich auch die Videos ansehen. 
Dort kann man auch die Schildi sehen.
Fischpärchen


Korallen
Ich habe versucht Joga zu machen!


Nemo
Schildi
Fischschwarm auf einer Koralle
Seeigel und Muschel
Seeigel und am Rand Seegurken












Samstag, 29. Juni 2013

Vorerst letzte Station - Koh Phangan

Gestern sind wir nun mit der Fähre in Koh Phangan angekommen, unsere vorerst letzte Station auf dieser Reise. Am Pier wollten wir uns nun ein Taxi nehmen zu unserm Apartment. Keiner kannte den Namen unserer Apartmentanlage und leider wussten wir nur den Namen, aber nicht die Adresse. Nachdem eine Dame von der Fähr-Gesellschaft dann rausbekommen hat wo wir untergekommen sind, besorgte sie uns ein Taxi, sagte die Fahrt kostet 120 Baht pro Person und los gehts. Taschen eingeräumt, auf den Jeep gesetzt und der Taxifahrer hat sofort abkassiert. Schon mal komisch. Udo meinte dann, pass mal auf der setzt uns nach zwei Minuten wieder ab. Ick habs natürlich mal wieder nicht gleich verstanden ... warum sollte der nette Mann uns denn gleich vom Jeep schmeißen dachte ich??? Wir waren zwei Minuten unterwegs und standen vor unserer Apartmentanlage. Schön abgezogen, mehr als 50 Baht für beide hätte das niemals kosten dürfen. Egal. Koh Phangan ist größer als Koh Tao und wir wohnen direkt in der sogenannten "Hauptstadt".
Der Strand ist hier nicht ganz so schön vor der Tür, aber Strand hatten wir nun auch sehr viel und wir können ja auch zu den richtig schönen Stränden fahren. Hier ist man dafür ganz allein. Gestern haben wir dann noch ein wenig die Stadt erkundet und einen tollen Foot-Night-Markt gefunden. Es gibt viele Stände wo du dir Essen kaufst und kannst es dann in einem gesonderten Bereich essen. Es gibt Musik und es herrscht eine tolle Stimmung. Überhaupt habe ich das Gefühl das es auf Koh Phangan ruhiger zugeht, die Menschen sind alle viel freundlicher, grüßen einen und lächeln viel. Ich mag das. Heute sind wir zum Wasserfall gelaufen.
Hier gibts auch mal ein Bild vom Wasserfall ... im Hintergrund der Wasserfall ... was stimmt hier nicht ... es war kein Wasser da. Und ich wollte so gern im Wasserfall baden und nach einem Fußmarsch von ca. 5 Kilometern in der Sonne hätte ich das auch verdient. Ist eben zu heiß und zu trocken hier. Also kein Wasser. Dafür haben wir uns mit den anderen Bewohnern der Insel bekannt gemacht.
 












Da sitzt der Affe auf dem Baum und schmeißt die Kokosnüsse runter. Ich fands super zu beobachten. Auch die Elefanten zu sehen fand ich toll. Udo und ich haben heute festgestellt, dass ich wohl nur ein gespaltenes Verhältnis zu Haustieren habe. In Gedenken an den Hamster, den Vogel, die Katze und das Häschen ... ich hatte euch wirklich auch gern. 
Heute Abend haben wir ein tolles Restaurant gefunden von einem Österreicher mit ganz leckerem Essen und einem tollen Ausblick. Hier auch mal ein Bild.Wir haben dann noch eine weile mit ihm gequatscht und ihn ein wenig über Thailand und das Leben hier ausgefragt. Nun ist der Tag gleich wieder rum. Bis ganz bald.

Zum Ende für heute noch ein kleines Rätsel. Bitte nicht den Hintergrund beachten, sondern was unterm Schirm steht. 
Was ist das? 

 

Samstag, 22. Juni 2013

Udo nennt mich Dorit ...

... versteht ihr, die Dorit vom Nemo!

Heute haben wir Sonntag und den ersten freien Tag auf Koh Tao. Wir sind so kaputt, liegen nur rum, schlafen und essen. Wir haben neun Tauchgänge in vier Tagen hinter uns. Heute bin ich dann auch noch am recherchieren wo ich in Zukunft wieder tauchen kann, wo die schönsten Divesites sind und wie ich da am schnellsten wieder hinkomme. In meinem Kopf dreht sich alles nur noch ums tauchen. Keine Ahnung wer von euch schon mal tauchen war und das verstehen kann, aber es ist einfach so großartig diese neue Welt zu entdecken. Vorgestern hatten wir drei Dives. Wir hatten einen Tauchgang bis 30m Tiefe, was wirklich nicht viel anders war als 12m oder 18m. Beim zweiten Tauchgang mussten Udo und ich allein runter und navigieren mit einem Kompass üben. Tauchlehrerin weg, Udo und ich schauen uns an mit der Frage im Gesicht "wo lang" und der eine macht den Daumen nach links, der andere nach rechts und genau so habe ich mir das auch vorher vorgestellt. Ich habe so einen Lachkrampf bekommen. Kennt ihr das wenn der Bauch immer wieder anfängt zu lachen und man sich einfach nicht mehr einkriegt. So war das und das unter Wasser. Dann gings aber los, wobei wir im navigieren wirklich noch nicht so gut sind. Du tauchst halt irgendwann wieder auf, suchst das Boot und musst halt dann zum Boot schwimmen, was ziemlich anstrengend mit der Ausrüstung ist. Der dritte Tauchgang war der Nachttauchgang. Wir bekamen eine Taschenlampe und dann ging es ins "Schwarze Meer". Wir haben einen Rochen gesehen und super viele Seeigel und noch so einiges anderes was man am Tage nicht so viel sieht, aber wir haben viel weniger gesehen als am Tage. Somit fand ich das ganz aufregend aber nicht so schön wie ein Tauchgang am Tage.
Was toll war, sind die dann zu sehenden Planktons im Dunkeln. Wir haben die Taschenlampen ausgemacht und dann bewegt man sich ganz wild und bekommt sie dann zu sehen. Wie kann man sich das vorstellen? Ein bißchen wie ein Blick in einen Sternenhimmel. Ich habe mal ein Bild aus dem Netz rausgesucht, damit ihr eine Vorstellung habt. Gestern hatten wir noch zwei weitere Tauchgänge und bei diesen hatten wir auch eine Kamera dabei. Diese Dives mussten wir auch wieder allein durchführen. Nach drei alleinigen Tauchgängen trauen wir uns nun auch schon so einiges zu, auch wenn das mit dem navigieren nicht so doll läuft.
Was gabs zu sehen? Ich weiß ihr denkt ich spinne, aber ich habe wirklich mit einem Nemo bzw. einen Anemonenfisch gekämpft. Er ist wie ein irrer vor meiner Maske und gegen meine Maske geschwommen. Nemos wollen sich verteidigen und kommen dann aus ihrer Anemone raus um zu kämpfen :) Er hat mich ins Ohr gezwickt, das kleine Raubtier. Ich kann gar nicht deutlich machen wie es ist, von einem so süßen Fisch, den man nur aus einem Film kennt wahrgenommen zu werden. Unglaublich. So wie im Bild links könnt ihr euch das vorstellen ... Dorit und Nemo ... nur eben ich als der Feind. Wie das weitere Bild sieht das übrigens wirklich unter Wasser aus. So leben "Nemos" in den Anemonen. Solche Bilder habe ich genau so gemacht.
Und was wir noch gesehen haben, eine Schildkröte. Wirklich ne Schildkröte die da mal an uns vorbei geschwommen ist. Ich hinterher und habe alles auf Video aufgenommen. Leider haben wir das Material nur auf CD, sonst würde ich es sofort online stellen. Wie cool ... ne Schildkröte. Alle auf dem Boot waren total neidisch, weil nur Udo und ich sie gesehen haben. Ich bin so angefixt von der Unterwasserwelt, dass ich wie eine Irre jedem Fisch hinterher schwimme und Udo bald ne klatsche mit mir kriegt. Alleine würde ich ertrinken, weil ich die Zeit total vergessen würde. Aber was soll ich machen ... ich finde es so toll. Jetzt schaue ich den Film "Findet Nemo", dann Arielle und dann ... der weiße Hai!!! Bis ganz bald

PS. Lesen eigentlich noch andere meinen Blog außer meine Marleene, Annette und mein Dad??? Wie geht es euch ...

Donnerstag, 20. Juni 2013

Ich bin ein Fisch auf Koh Tao

Am Montag ging es auf nach Koh Tao zu unserem Tauchkurs. Die Überfahrt zur Insel fing relativ gut an. Ich war der festen Überzeugung, dass ich meine Reise-See-Krankheit überwunden habe ... bis wir nach einem Halt weitergeschippert sind und das Wetter sich änderte. Ab dann wurde es ganz leise auf dem Schiff, alle wurden ziemlich weiß im Gesicht und die Fähre schmiß sich von Welle zu Welle aufs Meer. Wir haben überlebt. Angekommen wurden wir von der Tauchschule abgeholt, wir haben eingecheckt und durften in unser Apartment. Das ist soooooo schön. Wir haben zwei Zimmer und eine Terrasse mit einem großartigen Ausblick. Anschließend ging es gleich zum ersten Theorieunterricht. Wir sind eine deutsche Klasse mit acht Leuten. Da macht es sich die Schule aber leicht am ersten Tag ... kurze Einweisung und dann darf man sich ca. 2,5 Stunden mal einen Film anschauen. Alle waren super begeistert. Am nächsten Tag stand wieder Theorie am Vormittag auf dem Plan und am Nachmittag ging es dann zum üben in den Pool. Das lief bei mir nicht so richtig gut, weil ich mit dem Atmen bei gefluteter Tauchmaske noch so einige Probleme hatte. Am dritten Tag war Treffpunkt um 7.30 Uhr und dann ging es zum ersten Mal ins Meer. Wir fuhren mit einem Boot an eine Bucht, Ausrüstung anziehen und mit einem Sprung vom Boot ab ins Meer. Am ersten Tag durften wir bis 12 m in die Tiefe. Wie schön das ist, kann ich gar nicht in Worte fassen. Du schwimmst da mit den Fischis umher und kannst es irgendwie gar nicht richtig fassen. Nein das ist kein Aquarium, wir erleben das wirklich. Ihr müsst euch vorstellen, da sitzen da unten am Meeresgrund acht Tauchschüler mit zwei Lehrern im Kreis und man könnte meinen wir meditieren, aber wir mussten dann noch ein paar Übungen für Notfälle und ähnliches unter Wasser machen. Nach zwei Tauchgängen ging es wieder zurück. Am Nachmittag noch Theorie und schriftliche Prüfung. Heute waren wir wieder am Vormittag auf zwei Tauchgängen mit einer Tiefe von 18 m. Heute war es noch schöner als gestern, weil wir mittlerweile vieles automatisch machen und mehr auf die Unterwasserwelt achten und es auch mehr genießen. Auch heute gehörten wieder Übungen dazu und nun sind wir zertifizierte Oper-Water-Diver. Es gefällt uns aber so sehr, dass wir nunmehr hier auf Koh Tao bleiben, hier im Resort in unserem tollen Apartment und einen weiterführenden Kurs machen. Das bedeutet fünf weitere Tauchgänge bis zu 30 m in die Tiefe. Darunter auch einen Nachttauchgang, einen zu einem Wrack und einen Fototauchgang. Weiterhin lernen wir uns unter Wasser zurecht zu finden mit einem Kompass. Wir sind hin und weg. Tauchen gehört mit zu den schönsten Dingen auf der Welt die man machen kann. Einfach nur schön.

Koh Tao an sich gefällt uns viel besser als Koh Samui. Die Strände sind wunderschön, die Stadt  gefällt uns und überhaupt fühlen wir uns hier so richtig wohl. Ein bissel wie im Paradies. Wir freuen uns nun noch bis nächsten Freitag hier bleiben zu können. Dann fahren wir nach Koh Phangan.








PS. Das sind meine neuen Freunde ... nun gut vielleicht nicht der Triggerfish aber die bunten Fischis.

Falterfische
Solch einen Seeigel hatten wir heute auf unserem Arm. Irre oder?
Triggerfish
Fischschwärme sind am Schönsten!

Die sind auch voll schön.

Sonntag, 16. Juni 2013

Koh Samui


Ein wenig habe ich schon gebraucht um anzukommen ...

Wir kommen aus HongKong und Bangkok, von Menschen überlaufende Städte, chaotischer Straßenverkehr, wo die Städte verbotene Geräuschpegel haben und dann sind wir gelandet, in Koh Samui. Nicht stinkende Busse holen dich vom Flieger ab sondern nette, offene Wagen die dich an deine Gepäckausgabe fahren, du kannst sofort dein Gepäck nehmen und weiter geht es. In Bangkok sind wir gefühlte Kilometer gelaufen, bevor du dein Gepäck bekommst.

Wir wohnen in einem kleinen Bungalow. Links ist der Strand zu sehen und rechts vom Bungalow sitzen die Damen für vom Massageservice. Heißt, kurze Wege zu meiner Freizeitbeschäftigung. Es hat sich herausgestellt, dass es doch ein wenig dauert, den alten Körper wieder hinzukriegen. Dann nehmen sie ihre kleinen Ellenbogen und drücken sie in deinen Rücken. Das erste Mal habe ich schon gedacht ich muss sie umbringen. Unser Bungalow ist ziemlich zentral, so dass wir alles gut ablaufen können. Das Wetter war leider die letzten beide Tage etwas trüb aber dennoch sehr sehr warm. 

Die zwei Tage in Koh Samui haben wir am Strand verbracht, sind spazieren gegangen, sind in die Stadt gelaufen, waren wirklich richtig lecker essen in der Stadt und am Strand und haben es uns gut gehen lassen. Sicherlich kann man hier auf der Insel auch so einiges machen, aber wir brauchten auch mal Tage ohne Programm.

Alles läuft hier viel langsamer und daran müssen wir uns gewöhnen. Hier auf Koh Samui ist alles viel touristischer, auf Badeurlauber abgestimmt. Heute geht es nach Koh Tao und heute ab 17 Uhr fangen wir unseren Tauschschein an. 



Donnerstag, 13. Juni 2013

Klischees

Heute haben wir den letzten Tag in Bangkok und vorher möchte ich noch das ein oder andere zu Bangkok schreiben und vor allem ggf. die vorgegebenen Klischees an diese Stadt beschreiben.

Tatsächlich ist es so, dass du hier an jeder Ecke, in Restaurants, in den Shopping-Malls echt alte Männer mit sehr jungen Thaifrauen, oder sind es noch Mädchen, siehst. Die Männer sind meist Europäer und sind nicht besonders attraktiv. Zu beobachten ist, dass es doch bei beiden nur um eines geht, denn viel zu sagen haben sie sich nicht. Da spielt sicherlich auch die Sprachbarriere eine große Rolle. Das scheint hier aber völlig normal zu sein, außer ggf. für ein paar Europäern, die das ein wenig beobachten.

Das Nachtleben haben wir nicht wirklich mitgenommen. Wir waren auf der bekannten Khao San Road. Eine belebte Straße für Backpacker, wo diese günstige Hotels, Restaurants und Bars, viele viele Tattoostudios, Massagemöglichkeiten und auch Läden zum einkaufen finden. Da diese Straße in sämtlichen Reiseführern beschrieben wird, ist sie doch sehr touristisch und wenn man sich für das Leben der Thais interessiert, findet man hier eben nur eine riesen Geldquelle für die Thais. Die Restaurants passen sich an und auch die kleinen Garküchen verkaufen eben dann das, was die Touristen
kennen, Frühlingsrollen und Gebratene Nudeln. Es gibt sogar etliche Stände wo man Kebap bekommen kann. Aber will ich das wenn ich in Thailand bin. Auf der Khan San Road kannst du dann auch alles kaufen was man halt sonst noch so braucht, Schülerausweise,   Personalausweise, Führerscheine und und und. Auch für die nächtlichen Aktivitäten kannst du hier und auch sonst überall in Bangkok auf jedem Markt Viagra in vielen Variationen oder was steht da immer drauf "Oral Jelly" und weiteres Spielzeug erhalten.


Wir haben uns nun auch schon einiges angesehen, was man halt so empfohlen bekommt. Da haben wir den Königspalast und den Smaragdbuddha. Es war so heiß und die Wärme Stand in der Luft und um irgendetwas zu besichtigen sicherlich nicht der richtige Tag. Und dann gabs da den 75 cm "großen" -Smaragd-Buddha den man unbedingt sehen soll. Ich bin dran vorbei gelaufen.

Der Königspalast und die Gebäude sind schon schön, wenn man darüber nachdenkt was das für Arbeit gewesen sein muss. Leider habe ich nicht viel Wissen über den Buddhismus, die Figuren, den Aufbau der Tempelanlagen und so fällt es mir natürlich schwer, dass alles gut zu verstehen und vielleicht auch hier und da schätzen zu können. Unsere Reiseleitung hat uns am ersten Tag einiges zum Buddhismus erklärt und das hilft hier und da um ein bißchen zu verstehen. In Thailand sind 95% der Bevölkerung Buddhisten. Somit ist es schon gut etwas darüber zu wissen. Auch das Verhältnis zum König hier ist ein großes Thema und für uns auch ganz spannend.

Wir haben nun auch genug Tempelanlagen und ähnliches gesehen und freuen uns nun wirklich sehr auf die nächsten Wochen und dort auf Sonne, Strand und Holzbungalows. Die nächsten drei Nächte werden wir in Koh Samui sein, dann gehts nach Koh Tao wo wir unseren Tauchschein machen werden. Bis ganz bald.

Montag, 10. Juni 2013

Bangkok

Wir haben es gerade 18 Uhr in Bangkok. Auch hier wurde uns täglicher Regen angesagt und außer eine halben Stunde Regen pro Tag haben wir hier seit vier Tagen sehr gutes Wetter. Wir haben uns schon so einiges angesehen und konnten uns einen gutes ersten Eindruck von Bangkok machen.



Mag ich Bangkok ... ich glaube das Schöne überwiegt ...

Das Essen. Als bekennende fast täglich thailändisch Essende hatte ich große Erwartungen und diese wurden auch vollkommen erfüllt. Das Essen ist so Frisch und so lecker. Wir essen wieder an Garküchen aber auch in großen Shopping-Malls, die alle einen Food-Court haben, wo man wirklich gut essen kann und eine große Auswahl hat.

Was ich noch berichten wollte zum Thema Essen: Diese Durian Frucht von der alle berichten, die schmeckt mir mal so gar nicht. Man wird ja vorgewarnt, dass sie schrecklich riechen soll, aber das Geschmackserlebnis soll es dennoch sein ... dieses ist bei mir aus geblieben. Mein Begleiter mag sie sehr und dann riecht er auch nach der Frucht. Aber wo sie wachsen weiß ich nun.


Die Menschen. Alle sind wirklich sehr herzlich und das nicht nur weil sie etwas von uns zu erwarten haben. Wenn sie etwas erwarten können, dann legen sie da noch mal eine Schippe drauf und man wird überschüttet von Freundlichkeit.

Der Verkehr. TukTuk fahren ist ein Abenteuer. Wie man geduckt in diesen kleinen Fahrteilen sitzt und sein Leben an einem vorbei rauschen sieht, wenn sie es mit den anderen Millionen von Fahrzeugen aufnehmen wollen ... sehr berauschend. Der Verkehr ist hier ähnlich wie in HongKong, fürchterlich. Alle Straßen sind voll und man steht viel im Stau. Wir fahren gern mit der Bahn, das geht bei weitem schnell und ist unheimlich günstig.


Tourismus. Klar möchten sie mit dem Tourismus Geld machen, aber man hat schon oft das Gefühl hier und da über den Tisch gezogen zu werden. Man muss die ganze Zeit aufpassen, schnell umrechnen und sich nicht mal schnell zu etwas überreden lassen. Das nervt uns schon sehr. Ein Beispiel wäre, dass wir heute eine Bootsfahrt gemacht haben und dann mussten wir am Ausgang dafür zahlen, dass das Boot am Steg angelegt hat. Na aus dem Wasser können wir wohl kaum springen und bei einer gut bezahlten Bootsfahrt, sollte das doch wohl mit drin sein. So was meine ich. Dann zahlt man das halt, sich mit den Leuten anlegen will man ja auch nicht.

Jetzt hätte ich doch fast noch das Beste vergessen zu berichten. Das Reiseunternehmen hat uns eine Sightseeing-Tour geschenkt. Wir, die lieber immer selbst die Stadt erkunden, lassen uns überreden. Am Morgen um 8 Uhr gehts los. Eine nette Dame holt uns ab und kann unsere Sprache recht gut. Kurzer Überblick über den Tag und ab gehts mit einem tollen Wagen. Lediglich wir, die Dame und der Fahrer. Schon mal komisch. Wir rauschen also durch die Straßen, hier und da wird mal was erzählt, aber auch das eher wenn wir eindringlich nachgefragt haben. Erster Stop ... ein Blumenmarkt für Händler. Sie fragt ob wir nicht mal Fotos machen wollen ... wovon dachte ich mir. Ich mach also ein Foto damit sie beruhigt ist. Hier, ihr sollte auch gern teilhaben.

Wir schlenderten also über den Markt, gingen dann durch die Gassen um ganz nebenbei die Einkäufe unserer Dame zu erledigen und lauschten ihr bei ihren Plauschs mit den Damen vom Markt. Bitte behaltet euch im Hinterkopf ... Sightseeing-Tour ... Udo, ich und die Dame. Nächster Stop ... menschenleerer Platz mit Rathaus und ein Tempel. Dann rasten wir weiter an allen sehenswerten Sehenswürdigkeiten vorbei, ich schreibe bewusst vorbei, denn diese sind nicht inklusive. Diese könnten wir uns schon ansehen ... müssen diese aber bei ihr extra buchen. Letzter Stop ... Edelsteinfabrik. Udo und ich also rein, eingesperrt in einen Raum wo wir uns einen Film ansehen mussten über diese Fabrik, mit weiterem Besuch im Showroom mit einer Stalkerin, die uns nicht eine Sekunde von der Seite ging. Ich weg, Udo los, Stalkerin hinterher und so ging das eine Weile. Ihr fragt euch jetzt warum wir das mitgemacht haben, aber so schnell wie das ging, wie wir in diesem Raum waren und so weiter, so schnell konnten wir gar nicht reagieren. Am Ende hat sich herausgestellt, dass das tolle Auto von der Edelsteinfabrik gestellt wurde ... ach nee. Die selbst benennende Reiseleiterin konnte ihre Einkäufe machen und wir sind wieder etwas schlauer als vorher. Heute ist es wirklich lustig, aber an diesem Tag waren wir einfach nur total falsch. Und auch hier ist das Geschäft "Tourismus" einfach nur unschön.

Die Bootstour war aber großartig. Wir fuhren an bewohnten Wasserstraßen lang und bekamen einen guten Eindruck, wie die Thais dort leben.


 

Shoppen. Shopping-Malls haben wir schon in HongKong genug gesehen. Auch hier gibt es gigantische Centren die keine Wünsche offen lassen. Da wir aber kein Interesse an diesen Malls haben, lassen wir diese aus. Wir gehen lieber hier und da über Märkte, wo man auch vieles gutes bekommen kann. Die Händler sind nicht so aufdringlich wie in HongKong, man kann handeln und hat eine gute Auswahl. Hier könnte ich wirklich kaufen ohne Ende, mein Rucksack lässt das aber nicht zu.

Ich fühle mich hier wohler als in HongKong. Die Menschen sind angenehmer. Das Essen ist besser. Die Stadt ist im Allgemeinen nicht so schicki-micki. Ich bin sehr gespannt auf die Inseln ...

Für euch vom aufregenden Blumenmarkt