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| Little India |
Wow … was für eine Stadt! Vom
Flughafen an macht die Stadt schon einen großartigen Eindruck. Wer
hier eine typische Stadt Südostasiens erwartet wird enttäuscht und
dennoch bietet die Stadt einen Flair, welchen ich noch in keiner
Stadt erlebt habe. In Singapur leben Malaien, Inder und Chinesen auf
einer Fläche die kleiner ist als Hamburg, glücklich, zusammen. Es
gibt jeweilige Stadtteile in welchen man das Gefühl hat, das jeweilige Land zu erleben.
So werden z. B. in Little India die alten Häuser erhalten,

es gibt
wunderschöne Tempel und durch die Straßen zieht der Geruch der
indischen Küche. Es wird in Singapur darauf geachtet, dass Bräuche
und Traditionen der jeweiligen Kulturen beibehalten werden. Auch schön ist, dass Feiertage der
jeweiligen Kulturen,
Feiertage für alle Menschen in Singapur sind.
Es werden alte Dörfer erhalten und gleichzeitig Wohnsiedlungen mit
schrecklichen Hochhäusern erbaut. Diese Wohnsiedlungen, die Hochhäuser sind sicherlich nicht wirklich schön und dennoch ist die
Stadt daran interessiert, durch die Schaffung von vielen

Grünflächen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen. Du findest hier pompöse Einkaufszentren aber auch Märkte wie ich sie z. B. von HongKong kenne. In Singapur gibt es
fast jeden Laden von Cafe´s, Drogerien bis Klamottenläden aus
Europa, Asien und Afrika, die ich von all meinen Reisen kenne. Für
mich ist Singapur ein Beweis dafür, dass Menschen verschiedenster
Kulturen mit Akzeptanz und Offenheit wohlwollend zusammen leben. Das
Menschen zusammen etwas aufbauen und voneinander lernen können. Alle
sitzen an einem Tisch und ich als Reisende darf mit ranrücken.
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| Raffles - Forscher und Gründer der Stadt | |
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Die Hilfsbereitschaft und
Freundlichkeit hier ist überragend. So hat mich eine Dame im Regen über mehrere Kreuzungen mit unter ihren Regenschirm genommen und sobald du stehen bleibst und in den Stadtplan schaust, fragt
dich jemand ob er helfen kann. Es ist eine sehr sichere Stadt. Als ich
meine Tasche stehen lassen habe und wie eine Verrückte zurück gerannt
bin, sagte eine Frau zu mir, dass ich mir keine Gedanken machen
bräuchte, da niemand meine Tasche nehmen wird. Hier spiegelt sich dann die wohl
niedrigste Verbrechensrate der Welt wieder.
Singapur wird oft mit den berüchtigten
Geldstrafenregister in Verbindung gebracht. Der Bußgeldkatalog ist
tatsächlich lang und dennoch bin ich der Meinung, dass das alles
Vergehen sind, die ich sowieso nicht tun würde. So schmeiße ich
doch z. B. keinen Dreck, Papier auf die Straße und wenn es andere
tun, dann schimpfe ich über die Leute. Wenn es dafür eine
Strafe gibt dann ist das für mich in Ordnung. Und so oder so ähnlich
sind die meisten Vergehen des Geldstrafenregister. Ich wurde für
nichts bestraft und freue mich tatsächlich über eine so saubere
Stadt. Du findest hier keinen Dreck und alle Grünflächen sind
perfekt gepflegt. Wie ein Schrebergarten eben!
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| Marina Bay Sands |
Der Tourismus ist auch für Singapur
wichtig und somit wird auch viel getan, dass sich die Touristen in
der Stadt gut zurecht finden und sich wohlfühlen. So gibt es z. B.
am Flughafen einen Service, der dich für umgerechnet ca. 5 EUR zu
deinem Hotel fährt. Es ist eine Art Shuttleservice und alle ca. 20
Minuten werden alle Ankömmlinge bequem transportiert. Wieso gibt es
so was in Deutschland nicht und wenn es so etwas in der Art gibt,
dann sicherlich nicht für diesen Preis. Schon in vielen
Ländern in
denen ich jetzt war, habe ich solch eine oder vergleichbare
komfortable Transportmöglichkeit bekommen. Wer nicht den
Shuttleservice nutzen möchte, der fährt mit der Metro. Das Bus- und
Bahnsystem ist sehr gut ausgebaut, wirklich günstig

und so gut
ausgeschildert, dass jeder sein Ziel finden kann. Du kaufst dir eine
Karte zum aufladen und kannst damit wild umherfahren ohne das lästige
Ticket kaufen. Auch das habe ich schon in vielen Ländern erlebt …
gibt es bei uns auch nicht. Wieso? Die Straßen von Singapur sind
nicht überfüllt was daran liegt, dass hier nicht jeder einfach sich
ein Auto kaufen kann und los geht´s. Zum einen sind die Autopreise hier um einiges höher und zum anderen benötigst du eine Lizenz. Ob du diese erhälst hängt von mehreren Punkten ab wie z. B. vom Alter des Autos, ob du einen Parkplatz vorweisen kannst oder ob überhaupt noch Lizenzen in dem Jahr vergeben werden, weil diese auf eine bestimmte Anzahl limitiert sind. Die Lizenz ist super
teuer und hält auch nur 10 Jahre und dann musst du eine neue
erwerben.Auch wer durch die Innenstadt fahren möchte, der muss noch
mal zahlen, was alles über
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| Schutzpatron der Stadt |
einen Chip oder so was erkannt wird und
später gezahlt werden muss. Auto fahren ist somit hier richtig
teuer. Ob ich das gut finde oder nicht ist mal dahin gestellt. Für
die Umwelt ist es auf jeden Fall sehr gut. Ist das für Deutschland
vorstellbar … wohl kaum. Der Konflikt ist doch, dass sie zwar
möchten das wir mehr die Bahn nutzen, die Bahnnutzung aber jährlich
teurer wird. Zahlt man hier umgerechnet für eine Strecke 50 Cent,
zahlen wir in Deutschland knapp 3 EUR. Und eine Ende der Erhöhungen
ist nicht in Sicht. Ist Bahn fahren so eine gute Alternative? Für
mich passen die Preise der Bahn und der Wunsch nach
Umweltsensibilisierung nicht zusammen.

Ich habe die Woche in Chinatown
verbracht. Ein kleines Hotel, ein kleines Zimmer und sogar mit
Fenster. Alles war sehr gut, auch zu Fuß, zu erreichen. Ich bin viel
durch die Stadt gelaufen, habe eine Bootsfahrt auf dem Singapur River
in der Dämmerung unternommen, war im Botanischen Garten, bei der
Lasershow am Marina Bay Sand Hotel, auf der Insel Sentosa und im Zoo. Das
war allerdings keine gute Idee. Der Zoo bietet zusätzlich eine
Nachtsafari und eine Riversafari was eine Art Aquarium ist.
Riversafari, könnt ihr euch vorstellen, kam für mich sowieso nicht
in Frage und somit habe ich mich für den Zoobesuch und die
Nachtsafari entschieden. So wird in den Reiseführern überall davon

geschrieben, dass der Zoo einzigartig ist und die Tiere nicht
eingezäunt sondern ähnlich wie einem Naturreservat freilebend wären. Sind sie aber nicht. Keine Ahnung was mich geritten hat
einen Zoo aufzusuchen und das nach Afrika. Die Elefantenshow hat mir dann noch den
Rest gegeben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Elefant
freiwillig Hubschrauber spielt … ganz ehrlich, muss das sein? Das war ganz sicher mein
letzter Besuch in einem Zoo. Die
Nachtsafari an sich war eigentlich ganz schön. So leben die Tiere
dort viel freier. Zäune und ähnliches habe ich nicht gesehen. Wenn du mit der Tram durch den Park fährst,
kannst du den Tieren bis auf Armlänge sehr nah sein und weil es auch dunkel ist, kommen viele Tiere raus
Die Insel Sentosa kann man u. a. mit
einer Seilbahn, mit Blick über Singapur, erreichen. Die Insel bietet
alles rund um das Thema Spaß und Vergnügen. Du bezahlst einen Eintrittspreis für die Insel und kannst mit den Bussen auf der Insel umher fahren. Es gibt ein
Aquarium, die Universal Studios, einen Kletterpark und und und …
Strände. Für diesen habe ich mich entschieden. So lag ich ein paar
Stunden am Strand herum.
In Singapur muss keiner verhungern. Du
kannst von ca. 2 bis 3 EUR bis richtig teuer essen gehen und das
überall. So viele Angebote habe ich tatsächlich noch nicht gesehen.
Wenn du allein reist, macht es allerdings nicht so viel Spaß alles
auszuprobieren. Und wenn ich etwas wirklich blöd am allein reisen
finde, dann ist es das allein essen gehen. Da ich auf jeden Fall
diese Stadt noch mal besuchen kommen möchte, werde ich dann wirklich
alles ausprobieren. Auch am Abend kannst du viel unternehmen. So
lohnt sich schon ein Spaziergang am Fluß durch die Stadt, wo du
einige Musiker antriffst und dann die abschwächende Wärme genießen
kannst.

Die Verständigung klappt hier wirklich
recht gut. So sprechen doch viele relativ gutes Englisch und wenn
nicht, dann eben mit Händen und Füßen. Das klappt immer. Durch die
verschiedenen Kulturen in der Stadt, sind die meisten Schilder
tatsächlich auch in vier Sprachen geschrieben. Und so einfach es ist, ich finde das so großartig weil es eben heißt,
dass hier alle Kulturen gleichermaßen zu Hause sind.
Die Bilder von Singapur geben nicht wieder was die Stadt ausmacht, es sind die Menschen und dies kann ich mit einer Kamera nicht einfangen.
Ich sage „Auf Wiedersehen“ zu
dieser beeindruckenden Stadt. Ich küsse euch.
Sehr Interessant, schön geschrieben ;-)
AntwortenLöschenHallo Kristin. Und was macht Dein Fernweh? Wir sind auch schon wieder beim Suchen der nächsten Reisedeals..!
AntwortenLöschenDeine Beschreibung dieser Stadt hat wieder voll ins S C H W A R Z E getroffen. Uns hat diese Stadt auch fasziniert. Mein Fazit in aller Kürze: super sauber, sehr feucht warm, riesige Vielfalt an sehr³ gutem Essen, freundliche und hilfsbereite Menschen, breite U-Bahnen, hoch modern, überschaubare Größe, ... geniale Kunstwerke (u.a. von Dali) in aller Öffentlichkeit, auch völlig abgefahrene Exponate wie z.B. diese verschiedenen weißen Bänke! Unser Tipp zum Schluss: Ein Absacker im "Serenity Spanish Bar and Restaurant" bei wunderschöner Live-Musik! ..am 1 Harbourfront Walk, Singapore 098585. Bis bald auf Reisen! Lieben Gruß Gabi und Rolf