Die Tage vergehen immer schneller, als hätten sie nur ein paar Stunden zu vergeben, in denen ich das von mir gerade geführte Leben genießen darf. In den letzten zwei Wochen waren wir an drei verschiedenen Orten und haben uns ausschließlich dem tauchen, essen und entspannen gewidmet und zwar genau in der Reihenfolge. Nach der Woche in Ubud ging es nach Gili Trawangan, die chilligste Insel
auf der ich bisher war. Leider hatten wir nicht ganz so viel Glück mit der
Unterkunft und so mussten wir schnell wieder flüchten und uns erst mal eine
neue Bleibe suchen.
Wir waren nämlich genau zum Ramadan auf den Gilis und unser Hotel lag genau neben der Moschee, wo der Muezzin 16 Stunden am Tag über einen Lautsprecher Strophen aus dem Koran singt. Es ist sicherlich mal schön anzuhören, aber nicht das Beste um zu schlafen. Am Ausgang der Unterkunft fragte uns der Inhaber wo wir
denn hin wollten, wir beide etwas platt und überrascht über diese
Konfrontation, sagte Udo dann ... zum Strand ... ist klar ... mit Sack und Pack auf
zum Strand und mal so richtig schön die Sonne auf den Rucksack scheinen lassen. Nun war er auch etwas überrascht und ließ uns ziehen. Um die nächste Ecke rum,
konnte ich mich nicht mehr halten vor lachen.
Am Strand haben wir dann einen Bungalow gefunden, mit netten
Inhabern und einem tollen Strandlokal, welches ich von dem Aufenthalt mit Chris
bereits kannte. Hier hat sich dann auch meine Freundschaft zu Tschoki, der Maskottchen-Ziege der Unterkunft, gefestigt, die ich schon bei meinem vorherigen Aufenthalt ins Herz geschlossen hatte. Jeden Tag durfte ich ihr die Flasche geben, weil sie noch so jung ist
und dadurch wuchs unsere Freundschaft bis ich sie am Ende am liebsten mitgenommen
hätte. Wir sind täglich
nach dem Frühstück am Strand auf Schnorcheltour gegangen und haben unsere uns bekannten Schildkröten gesucht, um dann ein wenig mit ihnen zu schwimmen. Am Nachmittag bekam Udo von Nelly, der bei uns im Strandlokal arbeitete, seine tägliche Stunde Indonesisch-Unterricht.
Völlig erschöpft kam der Held dann immer zurück, mit vielen neuen
Wörtern im Kopf, die dann erst mal sortiert werden mussten. Und am Abend waren wir immer sehr gut Essen, auf dem kleinen Nachtmarkt, wo es für mich eine riesige Auswahl von vegetarischen Gerichten gab. Wir haben nicht viel auf den Gilis gemacht, aber was wir getan haben, dass war wunderbar und intensiv und wir haben tolle Freundschaften mit den Schildis, Tschoki und Nelly geschlossen. Eine tolle Woche.
Nach den Gilis ging es nach Lovina, das im Norden von
Bali liegt. Eine nette Gegend, ein schöner Strand, beides lädt aber nicht wirklich
zu einem längeren Aufenthalt ein. Alles ist sehr touristisch angelegt und leider wird man einfach viel zu viel angequatscht. Am ersten Abend hatten
wir
dann schon sehr viele neue Freunde, die sich vorgenommen haben sich am nächsten
Tag wieder auf uns zu stürzen. Hier wird man nämlich gleich unaufgefordert zu einem Kauftermin für den nächsten Tag eingeladen. Das Besondere hier in Lovina war unser Hotel bzw. das Zimmer. Wir haben in
einem Muschelzimmer übernachtet, welches komplett und ich meine komplett aus Muscheln gestaltet wurde. Sogar der Duschkopf war aus Muscheln. Versüßt wurde uns der
Aufenthalt in Lovina durch Eva und Thorsten, die wir auf einem
Tauchgang kennengelernt haben und mit denen wir dann eine tolle Zeit verbringen durften. ![]() |
| Mount Agung |
alle kannten mich noch und schon nach 20 Minuten werden die Tauchsachen anprobiert und der
nächste Tauchgang geplant ... so mögen wir es. Am nächsten Tag ging es gleich
zum Mantadive nach Nusa Lembongan und belohnt wurden wir mit sieben Mantas. Nach drei
Nächten hätten wir auf die nächste Insel weiterziehen müssen. Da wir es aber in
Amed so schön fanden, haben wir diesen Plan kurz verworfen, uns
einen Bungalow am Strand gesucht (Liselotte war leider ausgebucht) und haben
sieben Tage verlängert. Die sieben Tage haben wir ebenfalls ausschließlich mit
Tauchen und Essen verbracht, bis auf eine weitere Aktivität die der Held allein
unternommen hat.
Er wurde Mitternacht von unserer Unterkunft abgeholt und zum Mount Agung gefahren. Dort wartete ein Guide auf ihn, der mit ihm ab ca. 2 Uhr den Berg bestieg. Bewaffnet mit einer LED-Stirntaschenlampe auf dem Kopf hatte er einen ca. 60 - 80 cm großen Lichtkegel vor seinen Füßen, um zu sehen wo der nächste Schritt hingeht. Die erste Stunde ging er die ganze Zeit über schwarze Erde durch den Dschungel, immer bergauf, mal entspannt durch kleine Senken um dann sofort wieder den Weg
nach oben weiter zu verfolgen. Nach zwei Stunden hörte der Dschungel auf, er hat das Buschland verlassen und es folgte Stein und Geröll. Keine Bäume mehr, kein Sand, nur noch Lavagestein und Grasbüchel. Nach 3,5 Stunden über Stock und Stein und immer Bergauf im Mondliche hatte er es geschafft, 3132 m ... was für eine Leistung. Nach einem kurzen Schläfchen in einer windgeschützten Ecke auf der Vulkanspitze und einem Snack konnte er dann den Sonnenaufgang genießen. Schöne Fotos zu schießen fiel ihm etwas schwerer, weil er vor Kälte seine Finger kaum bewegen konnte. Es ist nicht von Vorteil, wenn man oben mit nassen Shirts ankommt und einem nur ein Motorradponcho sowie das Halstuch seiner Frau zur Verfügung steht, um den Wind abzuhalten. Der Abstieg dauerte dann ca. 2,5 Stunden und er sagte, dass er den Weg nach oben niemals im Hellen gegangen wäre, jetzt wo er weiß wo er da im Dunkeln langwanderte. Humpelnd kam er gegen 12 Uhr am Mittag mit gemischten Gefühlen wieder bei mir an. Er lächelte, er war stolz auf seine Leistung, auch wenn er fluchte über die Idee überhaupt auf den Berg gegangen zu sein. Nach ca. zwei Stunden fand er es dann doch ganz gut, konnte aber immer noch gar nicht begreifen was er da gerade geschafft hat. Wenige Tage drauf plante er seine nächste Wanderung. ![]() |
| Harlequingarnele |
Nach dem letzten Tauchgang habe ich mich noch entschlossen mich
nochmals tätowieren zu lassen. So habe ich meine Vögel von drei auf fünf erweitert, ein
Herz hinter mein Ohr tätowieren lassen und mein Fisch am Fuß verändert. Die
Vögel standen immer für Freiheit und nachdem ich nach dem Monat August fünf
Kontinente bereist habe,
Den letzten Tag vor unserem Abflug haben wir wegen der Nähe
zum Flughafen in Kuta verbracht. Es
gibt nur einen Grund warum ich weiß, dass
wir noch auf Bali waren, da wir mit dem Taxi nichts übers Wasser geschwommen
sind. Mir fällt gar kein richtiger Vergleich ein, aber es ist kein wirklich schöner Ort.
Der Sonnenuntergang war aber wunderschön. Ich möchte ja mit dem positiven beginnen, dem einzig positiven leider. Kuta hat einen der schönsten Strände auf Bali, der allerdings durch 1000 von
Händlern gefüllt ist. Es ist sehr laut, die Luft steht und es ist völlig überfüllt. Ansonsten findet man hier die
vielen
chinesischen Touristen von denen mir schon so oft erzählt wurde, die ich aber
bisher kaum auf Bali gesehen habe. Diese stehen am Ufer und wenn das schreckliche Wasser
sie erwischt, schreien sie und rennen wie verrückt davon. Ich weiß nicht ob man
hier noch sagen kann „Andere Länder, andere Sitten“ ... entscheidet selbst, aber lustig anzusehen ist es auf jeden Fall. Wir waren froh Kuta nach nur einem Tag verlassen zu dürfen.
gibt nur einen Grund warum ich weiß, dass
wir noch auf Bali waren, da wir mit dem Taxi nichts übers Wasser geschwommen
sind. Mir fällt gar kein richtiger Vergleich ein, aber es ist kein wirklich schöner Ort.
Der Sonnenuntergang war aber wunderschön. Ich möchte ja mit dem positiven beginnen, dem einzig positiven leider. Kuta hat einen der schönsten Strände auf Bali, der allerdings durch 1000 von
Händlern gefüllt ist. Es ist sehr laut, die Luft steht und es ist völlig überfüllt. Ansonsten findet man hier die
vielen
Die nächsten vier Tage werden wir in Bangkok verbringen
und dann geht es am Mittwoch nach Hamburg und schon nach einer Woche fliege ich
mit meiner Kati in die andere Richtung der Weltkugel. Ich werde euch berichten
und wünsche euch bis dahin eine gute Zeit. Ich küsse euch.
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