Ubud ... Fantasie, Faszination und Feuerpferde
Ich habe euch bereits von Ubud berichtet und dennoch
möchte ich ein zweites Mal, ausführlicher davon erzählen. Warum …
weil es Ubud einfach Wert ist. Während ich hier auf den Gili Inseln
sitze und euch nochmals von
Ubud schreiben möchte, sehe ich Ubud
genau vor mir … die geschmückten und liebevoll gestalteten Straßen, die vielen kleinen und
großen Tempelanlagen, die Verzierungen an jeder Ecke, ich schmecke
das gute Essen und der Wunsch noch einmal dort zu sein wächst in
mir. Ich hätte noch sehr viel länger dort bleiben können, in dem
netten Hotel welches mitten im Reisfeld liegt, wo die Bauern ihre
Reisfelder bearbeiten, die Entenfamilie umherwandert und ich den
Blick vom Balkon so sehr genossen habe. Ubud ist das Bali wie ich es
mir vorgestellt habe, leider nur ohne Meer.
Wenn man den Touristenbussen der Stadt den Rücken
zukehrt, ist es sehr viel ruhiger als in anderen Teilen von Bali. Die
Busse voll Touristen werden für einen Tag nach Ubud gebracht,
meistens sind es chinesische Touristen, die dann den Kunstmarkt leer
kaufen. Ich glaube über den Kunstmarkt
hinaus schaffen es die
wenigstens, da Ubud sonst relativ ruhig ist. Die Straßen beherbergen
viele Galerien und Kunsthandwerksgeschäfte, gemütliche Cafés und
Restaurants sowie ist die Stadt mit vielen kleinen Tempelanlagen
verzirrt. Die Restaurants in Ubud gehören zu den besten in Bali und
somit haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, hier vortrefflich zu
schlemmen. Neben traditionellen balinesischen Speisen, die allerdings
nicht mit denen im restlichen Bali vergleichbar sind, gibt es auch
viele interantionale Gerichte. Die gute Qualität rechtfertigt dann
auch die ziemlich hochen Preise und eher kleinen Portionen.
Die Familien die in Ubud wohnen sind reicher als der
Durchschnitt auf Bali. Viele Familien besitzen einen eigenen
Haustempel und in der Regel gilt: je reicher die Familien sind, desto
prunkvoller ist der Tempel. In unserem Gästehaus gab es auch einen
Haustempel und vom Balkon aus konnten wir die tägliche Zeremonie der
Familie beobachten. Weiterhin verfügt Ubud und die meisten anderen
Dörfer noch über drei weitere, größere Tempel die vom Dorf
genutzt werden können. Der Pura Puseh, der Tempel des Ursprungs, der
dem Dorfgründe geweiht ist, der Pura desa in der Dorfmitte, der die
Gemeinde im Alltag schützen soll und der Pura dalem, der Tempel der
Toten, an welchen sich der Friedhof anschließt.
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| Opfergaben |
Unzählige Tempel, unzählige Zeremonien und so
vergeht kaum ein Tag in Ubud wo nicht irgendeine Beerdigung gefeiert,
ein Reinigungsritual zelebriert sowie eine Geburt oder Hochzeit
erlebt wird. Wenn es für uns nicht ersichtlich ist oder eben kein
Ereignis
ansteht, so ist es schon ein Erlebnis die Balinesen bei
ihren täglichen Opfergaben, so wie wir es konnten in unserem Hotel,
zu beobachten. Diese liegen überall auf den Fußwegen und dort vor
den Hauseingängen. Zu Beginn lief ich mehrmals versehentlich auf
einer der Gaben und hüpfte dann erschrocken weg. Nun weiß ich, dass
drauftreten durchaus erlaubt ist, da nach dem balinesischen Glauben,
die Götter schon längst die Energie aus den Gaben herausgesaugt
haben.
In die Kultur von Bali konnten wir dann auch während
einer Tanzaufführung einblicken. Wir waren bei der bakanntesten
Aufführungen dem Kecak-Tanz. An jedem Abend wird in einem der
Tempelanlagen eine Aufführung gezeigt und wir haben uns für diese
entschieden, weil damit geworben wurde, dass 100 Personen an der
Aufführung teilnehmen. Ich würde euch sehr gern berichten um was es
in dem Stück ging, ich weiß es aber nicht wirklich, da es für mich
sehr
unverständlich war dem Inhalt zu folgen. Auf dem Boden saßen
ungefähr 100 Männer … das waren die versprochenen 100 Personen
mit denen geworben wurde … die sangen oder gaben Geräusche von
sich. Die Hauptdarsteller kamen mit unglaublich schönen Kostümen
und spielten die Story. Es gab vier oder fünf Darsteller und zwei
Damen, einen Kampf, es wurde einer umgebracht und begraben. Am Ende
hat ein Mann, der ein Pferde-Holz-Gestell trug, einen Trance-Tanz
vorgeführt. Hintergrund ist, dass er eine schlimme Krankheit auf
sich genommen hat und diese durch den Tanz geheilt bzw. gelindert
werden soll. Dabei wurden Kokosnüsse in brannt gesetzt und er rannte
dann durch die Glut und schmiss diese mit seinen Füßen umher.
Andere Männer fegten diese dann wieder zusammen und er rannte wieder
durch und so weiter und so weiter. Andere Sitten, andere Bräuche sag
ich da nur.

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| Unser Gästehaus |
Wie ebenfalls schon berichtet hat Ubud noch den
Monkey Forrest zu bieten und auch dort waren wir für einen kurzen
Besuch. Der Monkey Forest ist ein kühler, dichter Urwaldstreifen am
Ende der Monkey Forest Road und er beherbergt drei heilige Tempel und
hunderte grauhaariger Makaken. Was ich aber mit Chris noch nicht
gemacht habe, war ein Spaziergang durch die Reisfelder. Rund um Ubud
bietet das feuchte Klima ideale Bedingungen für den Reisanbau und
somit haben wir uns auf den Weg gemacht. Schon nach ein paar hundert
Meter raus aus der Stadt findet man Ruhe und Entspannung. Wie liefen
durch die Felder, konnten den Bauern bei der Arbeit zusehen, die auch
immer wieder gern für einen kurzen Plausch Zeit finden und wir waren
lecker Essen in einem Restaurant mit Blick über die Reisfelder.
Eines meiner schönsten Erlebnisse auf meiner Reise.
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| Kunst aus Ubud |
Ubud ist mein Bali, das Bali was mich entzückt, mich
runter holt und mir einen Platz bietet für vollkommene Erholung. Es
gibt nicht viele Orte zu denen ich unbedingt noch mal zurückkehren
möchte, hier sage ich aber „Ubud Auf Wiedersehen“.
Nun werden wir eine Woche auf den Gili Inseln
verbringen um was zu machen … NICHTS … Ich küsse euch.
PS. Ein
wenig leid tut es mir schon bei der WM nicht in Deutschland zu sein.
Die Spiele hier zu sehen würde bedeuten, dass ich teilweise bis vier Uhr in
der Nacht warten müsste. Somit bleiben mir dann nur die
Zusammenfassungen im Netz.
Meine süße. ..das klingt wieder so schön, dass ich mir wünsche und hoffe bei deinem wiedersehen mit ubud dabei zu sein!
AntwortenLöschenBin schon jetzt gespannt auf deinen nächsten bericht!!!
Ich drück und knutsch dich...
Ps: sei nicht traurig, ich komm auch nicht wirklich zum WM gucken
Super Eindrücke! Gabi & Rolf
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